Hause zu Caeu, Allein da er eben mit gross»Schritten der Ehre der Welt nachlief, wurde ervon Gott eingeholt, und durch seine Gnadekräftig überzeugt und bewogen, das unbestän-dige Wcltglück zu verläugneu, und sich völligund ganz Gott zu ergeben. Er folgte diesergöttlichen Ueberzeugung getreu und ohne Vor-behalt, und führte ein abgeschiedenes heiliges Le-ben bis ins 57ste Jahr seines Alters. Von sei-nem inwendigen Leben vor Gott, und von seinemgründlichen Lichte und Erfahrung in den Wegendes inwendigen Christenthums zeugen seine nach-gelassenen Schriften. Sein Leben hat er selbstbeschrieben; es ist aber nicht zum Drucke gekom-men. Von seinem äußern Wandel weiß mannur, dafi er mit seinen zeitlichen Gütern dendürftigen Nebcnmcnschen an Leib und Seelereichlich zu helfen und zu dienen trachtete. Gotthat ihn als ein Werkzeug zur Belehrung, zurLeitung und Führung vieler Seelen in dem in-wendigen Leben gebraucht. Ucbrigcns liebte erdie Einsamkeit, und hatte keinen Umgang mitMenschen, besonders mit Gottesvergesscnen, wenner nicht dazu gezwungen wurde. Man sagte vonihm, er sey nie aus dem Kabinete seines Herzensherausgegangen, auch in dem Umgänge mit an-dern nicht, wenn er gleich äußerlich wichtigeSachen, die große Anstrengung seines Verstandesforderte», mit ihnen zu verrichten hatte.
Der gelehrte Bischof HuctiuS giebt ihm,als ein Augenzeuge und als sein Nachbar in derStadt Cacn, dies Zeugniß: „Er hatte die Würde„eines französischen Schatzmeisters niedergelegt,„und sich mitten in der Stadt eine einsame und