Druckschrift 
15 (1805)
Entstehung
Seite
413
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den Scheinheiligen so gut spielte, daß manseine Erklärung, daß er an der Regierungkeinen Theil nehmen wurde, nicht unglaub-lich fand. Ais aber wahrend einer Krank-heit, die sich der siebzigjährige Jchan durchzu viele Stärkungsmittel zugezogen hatte,seine Söhne schon Anstalten machten, derStaatsverwaltung sich zu versichern^ wußteAurungzebe den jungem Bruder Morad aufseine Seite zu ziehen, bemächtigte er sich,von demselben unterstützt, (r6;8) der Per-son seines Vaters. Iehan behielt zwar sei-nen Schatz und seine Zcnana, aber er standunter der genauesten Aufsicht. Nachdemnun Aurungzebe die angesehensten Großenhatte in Verhaft bringen lassen, kam dieReihe, seiner Herrschaft nnterzulicgcn, auchan den getäuschten Bruder Morad. Derältere Bruder Dara wurde ihm von einemafganischen Anführer ausgeliefert, und erließ ihn nun, auf einem elenden Elephanten,in schmutzigen, zerrissenen Kleidern, zu Delhiseinen Einzug halten; er ließ ihn nach eini-ger Zeit (1659) ermorden. Der noch übrigeBruder Sutah behauptete sich noch einigeZeit in dem Besitze der Provinz Bengalen,