Druckschrift 
15 (1805)
Entstehung
Seite
192
Einzelbild herunterladen
 

IH2

nig seine Garderegimenter musterte, die Ehere eines ersten Ministers, die der königli-chen ziemlich gleich kömmt, genießen. Ermußte sich deswegen zu Pferde setzen. Durchdie Bewegung des Reitens brach aber einaltes Geschwür auf. Die Aerzte erklärtendasselbe gleich für so gefährlich, daß ste eineschnelle Operation für nöthig hielten. Du»bois gericth über die Aerzte in die äussersteWuth. Kaum war es dem Herzog - Negen-ten gelungen, ihn etwas zu besänftigen, alsihn der Vorschlag der Aerzte, sich, durchden Empfang des h. Abendmahls, zum To-de vorzubereiten, von neuem in den lebend-sten Unwillen versetzte. Endlich verstatteteer, ganz erschöpft, einem Geistlichen denZutritt. Aber sowohl während, als nachder Operation, fuhr er beständig fort, aufdie Aerzte zu schimpfen, und zu den Todes-Verzückungen gesellten sich die Convulsionender Verzweiflung. Als Minister besaß ermehr Verstand, als Kenntnisse, war er we-niger in der Staatskunst, als in den Staats-ranken, geübt, entbehrte er des Umfangesund der Biegsamkeit des Geistes, deren einMinister so sehr bedarf. Daher machte ihn

ein