Druckschrift 
15 (1805)
Entstehung
Seite
173
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Ekel für alles Schöne und Gute, eine besondreSchnelligkeit, Schärfe und Nichtigkeit desVerstandes mit einer ausserordcntlichen Trag»hcit und Leerheit des Geistes, die größtenund herrlichsten Tugenden, als Hcldenmnth,Versöhnlichkeit, mit den schimpflichsten Lastern,eine vorzügliche Anlage und Würdigkeit zuherrschen, mit einem unwiderstehlichen Hange,von den nichtswürdigsien Menschen sich bc-herrschen zu lassen, vereinigten. Orleanswar, noch schwächer und weiblicher, als seinalter Großvater, entfernt von aller Rachsucht,wenn man ihn persönlich beleidigte, undselbst da, wo es das öffentliche Beste erfor-dcrte, die Strafe erlassend, in der beständi-gen Knechtschaft von Dubois. Seine sonder-bare, rärhselhafte Krankheit des Geistes läßtsich vielleicht blos dadurch erklären, daß dieangebohrnen Fähigkeiten desselben durch dasUebermaaß der sinnlichen Ausschweifungen gro-sientheils unterdrückt waren.

In Ansehung dieser Ausschweifungen gabder Herzog - Regent nicht leicht einem der vcr-abschcuungswürdigstcn römischen Kaiser nach.Sein Hang zu den Weibern war ganz unbe-

zwing-