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15 (1805)
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reissen. So wenig dieser seinem Plane,Spanien zum machtigsten Staate in Europazu machen, günstig war, so sehr mißfiel seineStaatsverwaltung den Patrioten unter derfranzösischen Nation, so anstößig war für die,selben sein höchst verderbliches Beyspiel vonAusschweifungen. Seine Gemahlin die Maidcmoiselic dc Btois, die, stolz auf ihren VaterLudwig XlV, um das Schicksal ihrer MutterMontespan unbekümmert war, und ihren Gelmahl durch ihren Stolz zurück scheuchte, diesetrug viel dazu bey, daß Dubois den Herzogganz in seine Gewalt bekam. Dubois hatte,durch die Grundsätze, die er ihm beybrachte,sein moralisches Gefühl frühzeitig unterdrückt.Das Unerlaubte, pflegte er ihm zu sagen,beruhe blos auf wtllkührlichcn Gesetzen undGewohnheiten, an welche der Fürst nicht ge-bunden sey, und ^strenge Sitten wären daherblos eine Sache der Volksmeynung. DieseGrundsätze paßten sich freylich sehr gut fürden Charakter eines Prinzen, der, wie Or-leans, so viel Schwankendes hatte, bey demsich die glücklichsten Talente für Künste undWissenschaften (als Mahlerey, Musik, Che-mie, Mechanik) mit einem unerklärlichen

Ekel