Druckschrift 
15 (1805)
Entstehung
Seite
137
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man sie MM Gegenstands von Spottgedich-ten machte, weil sie den von jedermann ab-gesonderten Ludwig allein unterhalten mußte;diesen Ludwig, der die Gabe, sich unter-halten zu lassen, so wenig besaß.

Ludwigs Beyspiel in Ansehung der Main-tenon wirkte natürlich auf seine Familie.Der sogenannte große Dauphin, LudwigsXIV Sohn, ließ sich von einem Kammer-madchen der Prinzessin von Conti, NahmensChoin, die der Maintcnon an Geist undKörper weit nachstand, zu einer heimlichenEhe verleiten. Die Madame Choin spielteauch die Rolle der Maintenon ziemlich ge-nau nach. Eben so ließen sich die übrigenPrinzen des königlichen Hauses, die Miui-nister, die Generale, und andre Großen,von ihren Maitrcssen beherrschen.

Der Hof zu Versailles gab auch, in An-sehung der Kleidung und des Putzes, dasMuster ab. Die neuen Stosse und For-men des weiblichen Anzugcs wurden von denjüngsten nud schönsten Damen des Hofes,besonders von den Maitressen des Königs,

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