26
über die Armee. Briefe, die man ihm inleeren Bomben aus der Stadt Pultawa zu-schickte, machten ihn mit dem traurigen Zu-stande der belagerten Stadt bekannt. IhrPulvervorrath war beynahe ganz verbraucht.Der Zaar beschloß, sie zu retten, eineSchlacht. Sein Entschluß war um so weni-ger heldenmüthig, je mehr sich der König,zwischen dem Dnepr und der Worskla, diesich bey Pultawa vereinigen, in einem ganzöden Lande, ohne Zuflucht, ohne Unter-halt, mit seiner zusammengeschmolzenen, durchMangel entkräfteten Armee, in der Gefahrbefand, von dem weit überlegenen Heereder Nüssen vernichtet zu werden. DochKarl, dessen Unerschrockenhcit nichts zu er-schüttern vermochte, ließ in der Nacht vom7 — Zten Zul. die Generale in sein Zeltkommen, und geboth ihnen die Vorbereitun-gen zu einem Angriffe der Russen.
Die Russen waren , zwey Meilen ober-halb Pultawa, über die Worskla gegangen.Die Schweden hatten, obgleich es Löwen-Haupt rieth, ihren Ucbcrgang nicht gehin-dert. Am 7ten waren die Russen nicht wei-ter