Druckschrift 
14 (1805)
Entstehung
Seite
322
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hatte er der Absicht, sich Ruhe zu verschaffen,durch dle Vermittlung der Gcncralstaaten,denen er mit Handelsvortheilen schmeichelte,naher zu kommen gesucht. Jetzt (1709 Marz)war seine Sehnsucht nach Frieden aber sodringend, daß er deswegen einen besondernGesandten nach Holland schickte. Ludwig ver«langte jetzt für seinen Enkel Philipp weiternichts, als die Reiche Neapel und Sicilicn.Er bewilligte fast alles, was man von ihmverlangte. Aber die Generalscaaten verlang«ten immer mehr. Eugen und Marlboroügh,die sie leiteten, bestanden darauf, daß derKönig K.arl die ganze spanische Monarchiebekommen, daß der münstcrsche Friede genaubefolgt werden sollte. Ludwig gcrieth darüberin die äußerste Verlegenheit. Kaum konnteer den Ausbruch seines Kummers und Ver-drusses zurückhalten. Vor zwcy Jahren gc-borh er vom Tajo bis zur Donau, und jetztwar er in seiner Residenz nicht mehr rechtsicher. Nun mußte er den Frieden von ebender Republik erbetteln, die er einst (1672)fast ganz vernichtet hatte. Aber in dem Eon-seil, welches in dieser Staatsnoth gehaltenwurde, schilderte der damahlige Chef der Fi-nanzen,