Druckschrift 
14 (1805)
Entstehung
Seite
174
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die Staatsverwaltung zu übergeben, und dieKönigin, die sich nach Aranjuez begeben mußte,erhielt nicht einmahl die Erlaubnis?, von ihmAbschied zu nehmen. Karl hegte aber nochimmer eine große Zärtlichkeit für seine Muteter. Don Juan, der sie ganz zu entfernenwünschte, verordnete daher eine besondre Com-Mission, um ihr Verfahren einer genauenUntersuchung zu unterwerfen. Aber er hattenicht lange das Glück, Karls Zutrauen sichzu erhalten. Karl wünschte sich mit der Prin-zessin Luise, der Tochter des Herzogs vonOrleans, zu vermählen, und Don Juan, derdiese Gelegenheit benutzen wollte, um derspanischen Monarchie wegen der NiederlandeVorthcile zu verschassen, hatte den Handelbald rückgängig gemacht. Dieses Umsiandcsbediente sich die Parthey der Königin, umKarls Mißtrauen gegen ihn rege zu machen,und bald sah sich Don Juan von jedermannverlassen. Das Gefühl dieses Schicksals warfür ihn so kränkend, daß es (1679 Sept.)seinen Tod beschleunigte; einen so schnellenTod, daß er eine Vergiftung nicht ganz un-wahrscheinlich machte. Karl II weinte zwarbcy seinem Verlust, aber er vergaß ihn sehr

bald.