9r
nicht sehr liebenswürdig; mehr Held, alsWeiser, war der erste General, der großeArmeen manövriren ließ, der seinem Königedie glänzendsten, wenn gleich nichr folgen-reichsten, Siege erfocht. Die Feinde dessel-ben, die 140 bis i)0,Ooc> Mann im Feldehatten, ließen einen Theil des Sommers ver-streichen , ohne ihre überlegene Macht zu be-nutzen. Daran war die zu geringe Ucbcrcin-stimmung, die unter verbundenen Staaten soöfters vorkömmt, hauptsächlich Ursache. End-lich war man entschlossen, die Armee unterdem Marschall von Luxembourg anzugreifen;doch wollte man vorher die Ankunft des bran-denburgischen Heeres abwarten. So langewartete aber Luxembourg nicht, mit dem sichBouffiers glücklich vereinigt hatte. Zur gro-ßen Ucberraschung des Obcrgencrals der Ver-einigten, des Fürsten von Waldeck, nähertesich ihm Luxembourg (1. Jul. 1690.) nachmancherlei) täuschenden Märschen, bcy demDorfe Flcurus, in der Grafschaft Namur,so sehr, daß er einer Schlacht nun gar nichtmehr ausweichen konnte. Luxembourg gewannsie durch seine taktischen Künste, worin er,oder sein Generalstaab, dem Fürsten von
Waldcck