Druckschrift 
14 (1805)
Entstehung
Seite
85
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Wohnungen zu verlassen. Männer, Weiber,Greise, Kinder, flohen nun mit angstvollerUnruhe. Ein Wagen drängte den andern,und dennoch konnte malt der Fuhrwerke nichtgenug herbeyschaffcn, um die Unglücklichen,und ihre beweglichen Habseligkeiten, wegzu-bringen. Viele suchten ihre Zuflucht in denbenachbarten Dörfern; viele irrten auf denFeldern umher, als traurige Zuschauer desschrecklichen Schicksals, das ihren Wohnun-gen widerfuhr. Die Lcrmtrommeln wurdengeschlagen. Nun eilten Grenadiere mit bren-nenden Fackeln zu 8en Ecken der Gassen, anwelchen schon Pechkranze angeheftet waren,und nach wenig Minuten stand eine ganzeschöne Stadt in Rauch und Flammen einge-hüllt. Auch die Kirche, in welche die Ein-wohner ihren Hausrath, den sie, wegen derkurzen Frist, nicht fortschaffen konnten, ge-rettet hatten, auch diese wurden vom Feuerzerstört. Und so brennten alle Städte vonHeidelberg bis Oppenheim. In Heidelbergwurde (1689 Jan.) vorher das Schloß aus-geplündert, und alles Geschütz aus dem Zeug-hause, und von den Wallen, nach Philipps-burg gebracht, wurde hierauf daö Schloß und

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