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Noch immer konnte er ober dos Gefühlder an seiner Mutter begangenen Grausamkeitso wenig unterdrücken, das; ihm zuweilen einesolche Angst anwandelte, daß alle seine Gliederzitterten. Große, angenehme Zerstreuungenschienen den Hofleuten die wirksamste Arzneyfür ihn zu seyn. Man leitete ihn darauf, amWagenrennen. am Singen, an theatralischenVorstellungen, ein Vergnügen zu finden. Daaber die Schauspielkunst nicht nur einen edlenRömer, sondern einen jeden freyen, unb«scholtcncn Mann schändete, indem die Ausübungderselben den Verlust der bürgerlichen Ehrenach sich zog, so schämte sich Nero anfangsnoch, dem Publicum sich öffentlich zu zeigen.Er legte sich daher eine besondere, mit einerMauer eingeschlossene Rennbahn an: erspieltenur auf Privattheatcrn. Er gab Personenvon vornehmen Stande, die sich in dürftigenUmstanden befanden, ansehnliche Geldsummen,um sich auf dem Schauplatze sehen zu lassen.Bald brachte es aber die niederträchtigeSchmeichelei) des römischen Publikums dahin,daß sich Nero über alle Empfindungen derSchaam wegsetzte. Personen vom ersten Rangetrugen kein Bedenken, an den sogenannten
Iuve-