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Nero war jetzt auf dem Wege, ein schlechterRegent zu werden; aber das, was er that,war im Grunde nur noch jugendlicher Leichtsinn,den mancher Beweis von Negcntensvrgfalt-gleichsam in Vergessenheit brachte. Aber mitseiner Liebe zur Poppaa Sabina fangt sichder zweyte, der schlechteste Theil seiner Re-gierung, an. Poppaa, die Tochter einesSenators, Nahmens Ollins, vereinigte alleliebenswürdigen Eigenschaften des Geistes undKörpers, ohne eine einzige Tugend dcsHcrzcszu besitzen. Sie war ausserordentlich schön;sie hatte einen treffenden Witz, einen durch-dringenden Scharfsinn, und in ihren Wortenlag ein mächtiger Zauber; aber die reihende,die witzige, die beredte Poppaa erlaubte sich(wie dieß freylich bey vielen römischen Damender Fall war) alle nur denkbaren Ausbrücheder Sinnlichkeit. Sie hatte einen Egucs,der Crispinus hieß, zum Gemahl; sie hattemit demselben einen Sohn gezeugt. Dennochließ sie sich von ihm scheiden, um den Otho,den Günstling des Kaisers, zu heyrathen.Dieser hörte, sey es aus Unvorsichtigkeit,oder aus Politik, nicht auf, dem jungen,feurigen Kaiser die Reihe der Poppaa zu loben.
Nerv