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Freygelassene», die sich in alle» möglichenArten sinnlicher Ausschweifungen auszeichneten.Diese waren für einen jungen Kaiser vonachtzehn Jahren sehr gefährliche Günstlinge,die ihn zu allerley Handlungen einer muth-willigen Unzucht verleiteten. In Gesellschaftderselben gieng er, als Sclave gekleidet,manchmahl des Nachts durch die Straßen,neckte jeden, der ihm begegnete, und triebden abscheulichsten Unfug. Bey diesen nächt-lichen Abenthcuern befand er sich aber manch-mahl in Gefahr, und er bekam einst eineWunde im Gesicht, die eine uuvertilgbarsNarbe zurückließ. Seinen jugendlichen Muth-willen trieb er so weit, daß er die verschiedenenPartheyen im Theater, die sich für den oderjenen Schauspieler am meisten interessirten, zumlebhaften Wortwechsel reihte, und wenn ersie nun recht in Hitze sah, warf er Steineund Stücke von zerbrochenen Balken unterdieselben, wodurch mancher am Kopfe einegefahrliche Wunde bekam. Dieses Schicksaltraf selbst einen Prätor. Die Partheyen derSchauspieler gericthen endlich so in Wuthgegeneinander, daß man sich (56) genöthigtsah, alle Schauspieler aus Italien zu verbannen.
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