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niemand unterstchen würde, das was vor-gegangen war, dem Claudius zu entdecken.Aber ihre Einbildung tauschte sie. Und Clau-dius wurde durch den Narciß und Pallas vonallem unterrichtet. Der Monarch gcricthdarüber so ausser alle Fassung, daß er mehrals einmahl fragte, ob er noch Kaiser wäre.Mcssalina und ihr neuer Gemahl befandensich eben bey einem schwelgerischen Gastmahle,wo sie dem Bachus ein feyerliches Opferbrachten, als die Nachricht ankam, daßClaudius sich ihnen nähere, und daß er vondem Entschlüsse, eine auffallende Rache aus-zuüben, beseelt sey. Auf diese Nachricht flogdie ganze Gesellschaft auseinander. Diebestürzte Messalina schickte ihren Sohn, ihreTochter, die älteste Vcstalin, die bey demClaudius in ausgezeichnetem Ansehn stand,an den gekränkten Monarchen; aber Narcißwußte es so einzurichten, daß sie bey demselbenkein Gehör fanden, daß seine Wuth vielmehrimmer stärker angeflammt wurde. Er führteihn deswegen in das Haus des Silius, woer ihm eine Menge der kostbarsten Geräth-schasten aus dem kaiserlichen Pallaste zeigte,durch welche Messalina den Ehebrecher belohnt
hatte