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zu haben glaubte. Wenn er vornehme Römermit ihren Gattinnen zu einem Gastmahleeinlud, so ließ er die Frauenzimmer vor sichhin gehen, um sie mit seinen wollüstigenBlicken mustern zu können; kam ihm wah-rend der Tafel eine besonders reihend vor,so entfernte er sich mir derselben, und wenner in die Gesellschaft wieder zurückkehrte, sowar er unverschämt genug, die Beschaffenheitihrer geheimen Schönheiten, oder Fehler,öffentlich zu schildern, ttm sich eines reihen-den Frauenzimmers zu bemächtigen, schien ihmalles erlaubt. Manche Frau, die ihren Mannzärtlich liebte, erhielt ganz unvcrmuthel vondemselben einen Schcidungsbricf; manchesMädchen mußte geschwind nach Rom, weilihre Mutter oder Großmutter wegen ihrerschönen Bildung berühmt gewesen war; man-che Braut wurde dem sehnsuchtsvollen Jüng-ling entrissen, damit sich Caligula rühmenkonnte, gleich den Römern des Romulus,sich eine Gattin geraubt zu haben.
Der schandlich wollüstige Caligula, derdie Damen so wenig schonre, übte seinen ab-scheulichen Muthwillcn besonders gegen dieE e 2 vor-