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Caligula. , Mit einer Abscheu erregendenGestalt verband er einen angebohrnen, un-heilbaren Wahnwitz. Seine Geistesschwächewar so groß, daß sie seinem eigenen Gefühlenicht entgieng. Er that alles mögliche Böse,und er thar cs auf die empörendste Art. SeineWollust achtete selbst die heiligen Schranken derBlutsverwandtschaft nicht; mit seiner Schwel-gercy, seiner Verschwendung, ließ sich nichtsvergleichen; sein Neid, sein Hochmuth, wa-ren ohne Beyspiel, und seine Unbeständigkeitfiel ins Kindische. Zum Unglücke mußte derwollüstige, der verschwenderische, der stolzeNarr auch noch ein gransamer Wüthrich senn!Tiberius suchte dem Bösen, was er that,doch den Schein des Rechtes zu geben;Caligula aber schien es mit Vorsatz so einzu-richten, daß seine Handlungen recht auffallenmöchten. Seine viehische Wollust gicng soweit, daß er alle seine Schwestern zur Be-friedigung derselben zwang; daß er sie nöthigte,sich vor seinen Augen den Sclaven preiszugeben;daß er die gclicbteste unter seinen Schwestern,die Drusilla ihrem Gemahl entriß, und mitihr öffentlich, als mit seiner Gemahlin, lebte;daß er auf alle römischen Frauen ein Recht
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