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4 (1802)
Entstehung
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428
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auf cinniahl von der prälorischcn Leibwacheund von jedermann verlqssen sah. Er wurdescheu am Tage seiner Verhastnehmung hinge-richtet, und eben so wie ein gemeiner Misse-thäter behandelt. Die Wuth des gemeinenWelkes, das ihm sonst so verehrt, so bewun-dert halte, äusserte sich jetzt gegen seinenLeichnam so schrecklich, daß man ihn dreyTage lang durch die Straßen von Romschleppte, und man verstümmelte ihn so ge-waltig, daß sich kaum ein Glied fand, weichesman, einer alten Gewohnheit gemäß, in dieTiber werfen konnte. Sejans Sturz zogdas Unglück von allen seinen Verwandtenund Freunden nach sich, und der BarbarTiberius ließ sogar zwey unschuldige Kinderdesselben hinrichten; ihre Mutter rüdrete sichselbst.

Tiberius grausame Denkart schien seit Se-jans Tod noch gereihter, als vorher. Vorherwaren blos-Männer, und zwar Manner vomRange, der Anklage eines Majestatsverbre-chcus ausgesetzt gewesen; jetzt traf diesesLoos auch Damen, und da man sie nichtwohl beschuldigen konnte, nach der höchsten

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