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4 (1802)
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sich immer mehr Ansehn und Reichthum zuerwerben. Eben diese Leute trugen auch keinBedenken, die unschuldigsten Männer bey demTiberius in Verdacht zu bringen, wenn sieihnen zur Errichtung ihrer ehrgeizigen sderhabsüchtigen Absichten hinderlich waren. Ti-berius schien gegen ihre falschen Angaben undVerläumdungen anfangs unerschütterlich; aberzuletzt fühlte er seine natürliche Anlage zumMisitrauen, zur Aengsilichkeit, zur Grausam-keit so gereiht, daß er den, Ausbruche dersel-ben nicht mehr widerstehen konnte; daß ernicht nur murhwillige oder gar zu freymü-thige Reden und Schriften, sondern auchselbst unschuldige Worte und Handlungen,denen man eine falsche Bedeutung gab, mitTodesstrafen belegte. Zuletzt ließ er die vor-nehmsten und edelsten Römer hinrichten, weiler der vcrläumderischen Angaben von Leutentraute, die auf den Untergang derselben ihrGlück bauen wollten. Sein ängstlicher Arg-wohn nahm mit den Iahren immer mehr zu.Die Harte und die Ungerechtigkeit seinesVerfahrens konnte er nicht so leicht einschen,weit alle Klagen bey dem Senat angebracht.Und alle Urtheile von demselben bestätigt

wur-