reu. Sie widmeten den Bildsäulen dersel-ben zwey Altare, einen der Gnade und denandern der Freundschaft; sie bathen zu wie-derholten Mahlen, und mit immer wachsen-der Zudringlichkeit, den Tiberius und Sejanum die Gnade, sich persönlich von ihnenverehren zu lassen. Tiberius und Sejanscheuten sich deswegen in die Stadt, oder indie Nahe derselben, zu kommen. Kaumwurde es aber zu Rom bekannt, daß sie dieKüste Campanicus betreten hatten, als ge-meine und vornehme Bürger, Eguites undSenatoren, nach Campanien eilten, um demSejan ihre Aufwartung zu machen ; als neden äusserst beleidigenden Stolz desselben mttder bewundernswürdigsten Gcdult errrug.cn.Ihre ganze Glückseligkeit schien von Sejansgnädigem Blick abzuhängen, und mit Angstund Schrecken kehrten sie nach Rom zurück,wenn sie Sejan nicht vorgelassen, wenn ersie keiner Unterredung gewürdigt hatte. Selbstviel bessere Menschen, als Tiberius und Se-jan waren, hatten durch diese knechtischeSchmeichelet) berauscht werden können.
Eben diese niederträchtigen Schmeichler bo-then alle ihre Küsten blos deswegen auf, lim
sich