Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
400
Einzelbild herunterladen
 

4OO

der Tugend alimählig wieder zurückführte;bildeten sich die unwiderstehlichen Kräfte derdeutschen Vslkcrvcrbindungcn, die sich überdie ganz verzärtelten, ganz unkriegerischenRömer, gleich einem unaufhaltsamen Strome,hcrstürzlcn, und den Charakter der Menschheitwieder ernsthafter und fester stimmten.

Die römischen Kaiser stammten beynahehundert Jahre lang aus derFamilic des Octaviusher. Hierauf maßten sich die Pratorianer(die Soldaten von der kaiserlichen Leibwache)und die Armeen, das Recht an, denjenigenFeldherrn, der ihr Zutrauen am vorzüglichstengenoß, oder von dessen Freygebigkeit sie sichrecht viel versprachen, auf den Thron zu heben.Es befanden sich unter denen, die auf diesemWege zur Würde eines Monarchen gelangten,verschiedene vortreffliche Regenten, die nichtnur Ruhe und Wohlstand in dem ungeheuerenrömischen Staate befestigten, sondern auch dasGebieth desselben ansehnlich erweiterten. Alleindie Pratoriancr, und die Soldaten, übten dasangemaßte Recht, den Kaiscrthron zu besetzen,mit so schändlicher Eigennützigkeit aus, daß siedie Kaiscrwürde hauptsächlich solchen Männern

ver>