Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
397
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Die Priester und Priesterinnen besorgtennun die Opfer und andere gottesdieustlicheGebräuche. Die Opfcrthiere, die zuweilennach den Gottheiten, denen man sie bestimmte,verschieden waren, mußten eine» untadelhaftenKörper haben. Man führte sie mit Blumen-kränzen geschmückt zum Altare; man vergoldetedie Hörner der Stiere und Widder, undhieng ihnen weiße Binden über den Hals.Das Spftrmcsfer war mit Mehl und Salzbestreut, und das Opferthier selbst wurde miteinem Teige von Mehl und Salz überschüttet.Zn Ansehung anderer Opfergcbränche derRömer war zwischen den ihrigen und dengriechischen wenig Unterschied^). Bey deinGebethe erschien der fromme Römer mitverhülltem Kopfe, bis zu den Füßen gebückt,.von der rechten zur linken in einem Kreisesich bewegend, die rechte Hand auf den Mund,das Gesicht gegen Sonnenaufgang gerichtet.Manchmahl lag er wohl gar auf den Knien,oder ganz hingeworfen. Ocffcntliche Gebethe,imNahmcn des Volkes, verrichtete der Priester,oder eine obrigkeitliche Person. Um den

Got-

*) Man vcrgl. Tl>, u, S. z6z.