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den Priestern der besondern Götter zeichnetensich vornehmlich die Salier und die Vestalinnenaus. Jene, Priester des Mars, zogen dieAufmerksamkeit des römischen Publikums,durch einen fcycrlichcn Umgang in kriegerischerRüstung, den sie mit Tanz, Gesang und demZusammenschlagen der heiligen Schilde beglei-teten, auf sich. Die Vestalinnen, Priesterinncnder Vesta, wurden unter den Mädchen von 6bis lo Iahren, die einen untadelhasten Körperhatten, ausgesucht. Es waren derselben sechs,und sie hatten die Verpflichtung auf sich, dasheilige Fencr zu unterhalten, und das Palla-dium (das Bild der Pallas, oder Minerva,welches Aeneas von Troja mitgebracht habensollte) zu bewachen. Sie mußten ihr Amt zoJahre lang verwalten, und unverheyrathet blei-ben. Die Ve-lohung ihrer Keuschheit wurdefür ein so cutschliches Verbrechen gehalten, daßman sich für berechtigt hielt, ein armes Mäd-chen , daß den Trieben der Natur nicht hattewiderstehen können, lebendig zu begraben.Für diesen grausamen Zwang war die Ehrer-biethung, die man den Vestalinnen erwies,und die Vorrechte, die sie genossen, ein elen-der Trost.
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