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4 (1802)
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krits; ein Horatz, unstreitig der gelesenstsunter asten europäischen Dichtern, von Venusiain Apulicn; ein i)vidius, aus dem Nittcr-stände, der anmuthigs Sanger der Liebe; einPhadrus aus Thracien, Augusts Frcygclasse-uer, durch seine Fabeln der Lehrer der spat«sien Nachwelt.

Mit der Freyheit der Griechen verschwandauch ihre Redekunst. Plato und Aristotelesschrieben zwar die vortrefflichsten Anweisungenzur Bcrcd.'samkeit; aber die Redner derGriechen waren jetzt keine durch Kenntnisseund Erfahrung gebildete Staatsmänner; eswaren Schwätzer, die durch glänzende Worteund Trugschlüsse mehr hinzureisscn, als zuüberzeugen suchten. Mir desto glücklichermEifer wurde jetzt die Redekunst bey den Rö-mern getrieben, die nicht nur in ihrer Ver-fassung, sondern auch in dem sorgfältigenStudium der griechischen Meisterwerke, An-trieb genug fanden, ihre Nednertalentc zuentwickeln und auszubilden. Der Mutter-sprache mehr Nichtigkeit und Feinheit zu ge-ben, war jetzt ein Hauptbestreben derjenigen,die als Staatsmänner zum Senate oder zu

der