Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
351
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Zsr

brauchte. Durch Nachahmung griechischerMuster, vormchnlich des Mcnanders vonAthen, der sich um die Veredlung der Komösdie sehr verdient machte, erhob sich auch dieSchauspielkunst der Römer zu einer höher»Stufe der Vollkommenheit. Plautus undTerentius versahen nun die römische Bühnemit einer großen Anzahl guter Stücke. Plaintus, ein Umbricr, der in seiner Jugend si>arm war, daß er in einer Stampfmühlöarbeiten mußte, verfertigte hundert und dreyßigLustspiele, von welchen uns aber nur zwanzigübrig geblieben sind. Wenn man in denscllben reichen, treffenden Witz, glückliche Erefindungsgabe, und besondre Starke im Aus»drucke des Komischen , vornehmlich des Nie«drigkomischcn, bewundert, so wird man dageegen durch die Wahrheit der Charaktere, durchdie Feinheit des Dialogs, und durch die weissVerflechtung des Plans, die aus den Schauespielen des Tcrcnz, eines Freygelassenen ausdem Gebiethe von Karthago, hervorleuchtet)mit Vergnügen erfüllt.

Wegen der Folgen, welche die Schauspielsfür die Sittlichkeit des römischen Publicums

haben