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unter dem leichtsinnigsten Verwände getrennt,und die Ehe, die so wenig forldauerndesGlück gewährte, wurde immer mehr einGegenstand der Abneigung, die schon langevorher durch ausschweifende Denkart undLiebe zur Schwclgcrey erzeugt worden war.Nun war es zu spät, daß Cäsar und Augustusden Hang zum ehclosen Stande, und diehäufigen Ehescheidungen, durch harte Strafen«einzuschränken, daß sie die Lust zumHcyrathcn,durch Belohnungen glücklicher und fruchtbarerEhen, rege machen wollten. Das Sitten«verdcrbniß war einmahl zu herrschend. Selbstdie engsten Baude der Blutsfreundschaft ver«mochten den Ansbrüchen der sinnlichen Liebekeinen Einhalt zu thun. Schwestern liebtenihre Brüder, und Mütter wurden die Neben«buhlerinnen ihrer eigenen Töchter, und dieVerführerinnen ihrer Schwiegersöhne. Dievornehmsten Wittwen scheuten sich nicht, vorden Augen des ganzen Publicums, sich junge,artige Anbcthe? zu halten, und ihnen öffentlicheBeweise ihrer Gunst zu geben. Durch denübertriebenen Aufwand der Schwclgercy undUeppigkeit, den die römischen Damen machten,geriethen sie in unbezahlbare Schulden, die
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