Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
312
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licher Habsucht holten die Römer alle Kost«barkeiten der Erde gleichsam aus allen Winkelnhervor, um sie in Rom, und in anderngroßen Städten, im ausschweifendsten Lebens«genusse, verschwenden zu können. Die fastunaufhörlichen, höchstverdcrblichen Kriege, diegroßen Armeen, bey welchen so selten Kriegs«zuchl herrschte, die ungeheuere Menge derSclaven, die die reichen und vornehmenRömer sich anschafften, alles dieß mußte aufdie Sitten, und besonders auf das häuslicheGlück, den schädlichsten Einfluß haben.

Der Ehestand war jetzt bey den Römernnicht mehr ein heiliges, unauflösliches Band,das ehedem so mancher Familie im Innernihres Hauses ein stilles, um so ungestörteresGlück gewährt hatte; es war vielmehr eineblos auf sinnliche, oder eigennützige Absichtenberechnete Verbindung. Zwar war eben so«wohl der Geist als der Körper der römischenDamen mit besondrer Sorgfalt ausgebildet;zwar bewunderte man in ihnen allerliebsteGeschöpfe, die durch ihren Gesang, durch ihrSaircusplel, durch ihren Tanz bczauberten;die in jeder Kunst, in jeder Galtung von

Kennt«