Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
308
Einzelbild herunterladen
 

ZO8

römischen Soldaten bestand in geröstetem Weize,zen, oder in Kuchen von Wcitzcnmchl. Spa«terhin wurde Zwieback für dieselben gebacken;sie zogen ihm aber Kuchen und Brey vor. Ihransehnlicher Sold setzte sie überhaupt in denStand, ihren Magen nicht nur durch reichliche,sondern auch durch wohlschmeckende Speisen,zu befriedigen. Daher gab es bey den römischenArmeen eine so große Menge von Marketendern,Köchen und Bäckern, die auf die Kriegszuchtnicht selten einen schlimmen Einfluß hatten.Die Marketender verschafften den Soldatenauch Wein; ihr gewöhnlicher Getränk bestandaber aus Wasser mit Essig vermischt.

Das, was den römischen Soldaten denLebensgenuß am reichlichsten verschaffte, war diegroße Beute, waren die Geschenke, die ihnenin den spätern Zeiten der Republik so oft znTheil wurden. Auf diejenigen, die wenigerEigennutz als Ehrgeitz besaßen, wartetenallerley Ehrengeschenke, die in Kränzen, ingoldenen Kronen bestanden. So gab esLager« Mauer« Schissskronen/welche diejenigenerhielten, die ein Lager, eine Mauer, ein Schiff,zuerst erstiegen hatten. Einen Vürgerkranzvon Eichenlaub geflochten setzte ein Bürger dein

andern