26r
seine gar zu leidenschaftliche Liebe für dieCleopatra, ih» bey dem römischen Publicumverhaßt zu machen. Zu eben dieser Absichtbefahl Octavius (zz) seiner Schwester, sichwieder zu ihrem Gemahle zu begeben. Siegieng bis Athen. Von hieraus meldete siedem AntoniuS, daß sie nicht nur Kleider,Waffen und Pferde für seine Soldaten, nebstansehnlichen Geschenken für die lctztcrn undfür feine Freunde, sondern auch 2000 Mannaus> «suchte Leute, mitgebracht habe. Siehoffte ihm dadurch die Annäherung ihrerPerson noch angenehmer zu machen; alleinCleopatra, die sich jetzt bei) ihm befand,hatte gleichfalls Kleider für feine Soldaten,und vieles Geld, mitgebracht, und sie wußtedas zärtliche Herz des Anronius durch dierührendsten Beweise des Kummers, den ihrdie Nahe der Octavia verursachte, so glücklichzu bestürmen, daß Antonius feine tugendhafteGemahlin gar nicht sehen wollte; daß er ihrnach Nom zurückzureisen befahl, wahrend erder Cleopatra nach Alepandricn folgte.
Eine solche Behandlung der vortrefflichen,zu Nom so sehr verehrten Octavia, machte bey
den