Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
250
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ihn vor die Füße der Bildsäule seines Großon-kels Cäsar zu werfen. Die Asche schickte erseiner Gemahlin Porcia, welche sich, wieman erzählt, durch glühende Kohlen tödtete,die sie verschluckte. Octavius gab bey dieserGelegenheit noch manchen andern Beweis vonseiner grausamen Denkart. Ein Senator undsein Sohn mußten looscn, wer von ihnenbeyden sierbeu sollte. Der Vater wollte lie-ber frcywiliig sich dem Tode unterziehen, undder Sohn erstach sich vor den Augen desTriumvirs. Ein andrer, der zum Tode ver-urthcilr war, bath denselben, daß er ihn nichtmöchte als einen Missethäter begraben lassen.Octavius antwortete darauf: er sollte sich nunbald in der Gewalt der Krähen befinden.

Antonius blieb, nach der Desicgung derRepublikaner, in dem östlichen Gebiethe desrömischen Staates, wo verschiedene von denverschwornen Republikanern ansehnliche Flot-ten und Armeen hatten. Octavius kehrteaber seiner Kränklichkeit wegen nach Rom zu-rück. Sein ganzes Bestreben war nunmehrdarauf gerichtet, die alten Soldaten zu be-friedigen, und da es ihm hierzu an Geld

fehlte.