Druckschrift 
4 (1802)
Entstehung
Seite
111
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der Unfolgsamkeit seiner Armee zu kämpfenhatte, gewannen Mithridarcs und TigrancShinlängliche Zeit, ihre Zurüstungcn zu vollen-den, und wieder vorzurücken. Die Furcht, ge-schlagen zu werden, wirkte ans Lueulls Solda-ten doch so viel, daß sie ihm (67) ins Tref-fen folgten, und die vereinigten Konige wur-den besiegt. Andre Unternehmungen konnteaber Lucullus nicht ausführen, weil seineSoldaten, die auch Herbstwitterung undSchnee zurückschreckte, durchaus nicht mehrfechten wollten. Er mußte sich also zu-rückziehen. Mithridatcs nahm nun sV6)einen großen Theil von seinem Reiche Pon-tus wieder in Besitz, und Lucullus erlebtedas Mißvergnügen, eine Laufbahn, auf der ersich so vielen Ruhm erworben hatte, verlassen,und die Feldhcrrnsielle gegen den Mithridatesdem Consul Glabrio abtreten zu müssen. Als ernach Rom zurückkam, wurden ihm von einemdreisten Volkstribun, Nahmens Memmius, vie-le Vorwürfe gemacht; er hielt aber dennoch ei-nen triumphirenden Einzug. Seitdem nahmLucullus, der die römische Herrschaft in Asien sofest gegründet hatte, an den Staatsangelegen-heiten selten, und fast nicht eher Antheil, als

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