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Leidenschaft der Liebe erhaben. Mit der großenGewalt dieser Leidenschaft unbekannt, glaubteer vom Massiuissa, dem er wegen seinesMuthes große Lobsprüche beylegte, die Aus-licfcrung der schonen Gefangnen verlangen zndürfen. Massinissa, der sich der Erfüllungdieses Verlangens nicht entziehen konnte,befand sich in der ängstlichsten Verlegenheit,aus welcher er sich durch einen verzwciflungs-vollen. Entschluß herausriß. Er schickte seinerangebeteten Sophonisbe einen Becher mit Gift,den das edle Weib ruhig austrank. Einsolches Opfer brachte Massinissa der Freund»schaft der Römer!
Der Tod der Sophonisbe, welche dieRegierung zu Karthago ihrer Politik aufge-opfert hatte, war auch der Zeitpunkt, wo siesich dem Geständnisse ihrer Ohnmacht nichtlänger entziehen konnte. Durch den Verlustihres mächtigen Bundesgenossen, des Syphax,war sie so sehr geschwächt, daß sie dem sieg-reichen Feldherrn der Römer Friedensanträgethun mußte, und nun warfen sich zo Mit-glieder des karthagischen Senats dem Scipiozu Füßen. Dieser schrieb ihnen jedoch soC c -z harte