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sagte aus, daß sie die Mutter der Virginiasey. Verschiedene andere Zeugen bestätigtendiese Aussage. Freunde und Verwandte desVirginius zeigten die Falschheit derselben mitden einleuchtendsten Gründen. Dennoch warder DecemvirAppius Claudius so unverschämt,daß er das Madchen seinem Clienten Claudiuszuerkannte. Der Haufe der versammeltenBürger aber schrie, die Verwandten derVirgina müßten erst gehört werden. DerDccemvir wagte es nicht, die Bewährungdieser Bitte zu verweigern. Nun erschien derOheim Numitorius, der das Madchen bisherunter seiner Aufsicht gehabt hatte, und bestanddarauf, daß man die Ankunft des Vaters,der sich bey der Armee befände, abwartenmüsse. Der Decemvir machte eine listigeEinwendung. Da, sagte er, zwey Personenzugleich aus das Mädchen Anspruch machten,der eine als Vater, der andere als Herr,und jener nicht anwesend wäre: so müsse eSdem letztern zugesprochen werden. Er gabhierauf Befehl, die Virginia an den Claudiusauszuliefern. In dem Augenblicke drängtesich der Bräutigam Icilius durch das Volkbis an den Nichterstuhl, schloß sein MädchenO. 2 in