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wurde, und Esther besaß Schlauheit genug,um sich an ihre Stelle zu schwingen. DieseBeyspicle schienen jedoch selten vorgekommenzu seyn. Diejenige, die zur Gemahlin desMonarchen erhoben wurde, erhielt die Zeichender königlichen Würde; das Diadem und denübrigen Schmuck. Zhr Schicksal aber warübrigens nicht günstiger als das Loos der De»-schlaferiunen; und sie mußte gleichfalls eineeingeschlossene Lebensart führen, und, wennsie ja cinmahl öffentlich erschien, ihr Angesichtverhüllen.
Da der persische Monarch den größten Theilseiner Zeit im Harem, in Gesellschaft seinerWeiber und Verschnittenen, zubrachte, somußte diese auf seine Negierung natürlicheinen mächtigen Einfluß gewinnen. Die An-gelegenheiten des Staates wurden daher in demInnern des Serails, in Gegenwart der KöniginMutter, der begünstigten Gemahlin, und derVerschnittenen, abgehandelt. Nur zu denBerathschlaguugen über große Kriegszüge undandre dergleichen Begebenheiten wurden dieSatrapen, die zinsbaren Fürsten, und dieKriegsbesehlshaber, gezogen. Gewöhnlich aberwar die Sache schon entschieden, und es kam
blos