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2 (1801)
Entstehung
Seite
368
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des göttlichen Zornes gehalten, und man nahmin diesem Falle an, daß die ganze Gemeinde,oder das ganze Volk den Zorn der Götter vor«dient habe, und daß eine feyerliche Reinigungvorgehe» müsse. Zn einem solchen Falle wurdeeinst in Athen ein schöner Jüngling als einVersöhnungsopfer- geschlachtet, tteberhaupt gabman stch zu Athen zuweilen Mühe, eine Personzu finden, die den Zorn der Golrer besondersverdient zu haben schien. Diese wurde in denaltern Zeiten verbrennt, in den spätem aber,nach einigen Nuchcnstreicheu, des Landesverwiesen.

Mit ganz ausserordentlicher Sorgfalt ordne-ten die Griechen auch ihre Feste an, die sich indiesem Zeiträume gewaltig vermehrt hatten.Anfangs fcycrten die Griechen nur das Fest derCeres und des Bacchus, das heißt, die Ernteund die Weinlese. In der Folge aber wurdender Feste so viele, daß der Key denselben erfor-derliche Aufwand manche Familie in Armuthversetzte. Man bereitete sich zur Feycr einesFestes durch Reinigungen, durch Enthaltsamkeitin sinnlichen Vergnügungen, vor. Die Thoredes Tempels wurden mit Kränzen und Bänderngeschmückt. Das Volk versammelte sich in den

Hallen