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Götter zu bitten, daß sie über seinen FeindUnglüekvcrhangc» möchten. Dey großen Festen,und feierlichen Opfern, wurden gemeinschaftlicheGebcrhe dargebracht. Man bethete alsdann fürdas Wohl des Staates, und seiner Bundes-genossen: für die Erhaltung der Ernte; manbethete um Regen, um Sonnenschein, um dieAbwendung der Landplagen. Ein so fcycrlichcsGebech war ein erhabenes,rührendesSchauspiel.Man pflegte bcp solchen Gelegenheiten zu räu-chern. Man brauchte hierzu Weihrauch undandre kostbare Spcccreyen, die einen Aufwandvon großem Werthe veranlaßten.
Die Griechen bewiesen eine ganz vorzüglicheSorgfalt, von ihren gottesdienstlichen Oetternund Handlungen alles, was lasterhaft und unreinwar, zu entfernen. Diese Sorgfalt entstand zuder Zeit, wie die rohen Sitten der BewohnerGriechenlands es zur Nothwendigkeit machten,die Religion gegen Gewaltthatigkeiten auf alleWeise zu schützen. Verbrecher und Lasterhaftemußten daher von der Thcilnahme der gottes-dienstlichen Handlungen ganz ausgeschlossenseyn.Durch die Gegenwart solcher Personen wurdeein Tempel entheiligt. Noch in größerm Maßegeschah dieß, wenn in dem Tempel selbst eine
böse