Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
261
Einzelbild herunterladen
 

s6r

Die persischen Monarchen unterhielten inihrem Harem mehrere hundert Sängerinnen,die ihre lieblichen Stimmen nicht nur beyder Tafel hören ließen, sondern auch denMonarchen in einen sauften Schlaf einwiegten,und bey seinem Aufwachen die Laune zurHeiterkeit stimmten. Auch bey den Griechenwar Musik, sehr oft mit Tanz verbunden,ein wichtiger Thcil des gesellschaftlichen Ver-gnügens. Sie zogen unter den Saiteninstru-menten die Lyrc, und unter den Blasinstru-menten die Flöte, allen übrigen vor. Ammeisten brauchte man die Musik bey Neli-gionsfestcn, bey den heiligen Spielen, welcheden Griechen die angenehmste Unterhaltunggewährten. Auch theatralische Schauspielemischten sich jeht immer inchr unter dieFreuden des feinern griechischen Publicums.Endlich gehörten auch Spiele zur gesellschaft-lichen Unterhaltung. Man spielte mit Astra-galcn (eine Art von Würfeln), die mit i, Z,4, 6 bezeichnet waren, und durch verschiedeneVerbindungen z; Würfe gaben. Diese hattendie Nahmen von Göttern, Fürsten undHelden. Wenn alle 4 Astragalen Zahlenzeigten, so war dieß der glücklichste, der

Venus«