Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
173
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Absichten bisher am meisten entgegengearbeitethatte, durch den Ostraeismus zu entfernen.Seitdem nahm er die Maske der Verstellungab, und nun spielte er nicht mehr den umBepsäU sich bewerbenden Privatmann, sondernden herrschenden Fürsten. Die ganze athenischeStaatsverwaltung hicng jetzt von seiner Leitungab. Jetzt verlohr sich aber auch das Vertrauen,das die Athener bisher auf ihn gesetzt hatten.Es verwandelte sich allmählig i» Haß, dersich bey mancher Gelegenheit gegen die Freundeund Anhänger des Perikles äußerste. SelbstAspasia war, wie wir eben gesehen haben,nicht verschont geblieben. Phidias und Ana-xagoras, zwey berühmte Manner, gehörtengleichfalls zu den Freunden des Perikles,welche von den Athenern verfolgt wurden.Phidias, der vornehmste Bildhauer seinerZeit, wurde beschuldigt, einen Theil von demGolde, das man ihm zur Verfertigung derberühmten Bildsäule der Minerva anvertrauthatte, unterschlagen zu haben- Doch Phidiaslegte den Ungrund dieser Anklage sehr über-zeugend dar. Er hatte die Goldblättchen sokünstlich aufgelegt, daß man sie, ohne derBildsäule zu schaden, wieder abnehmen konnte.

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