Die vornehmern und ältern Personen,die man so vorzüglich ehrte, werden auch nachihrem Tode lebhaft und feyerlich betrauert.Joseph lies; seinen gestorbenen Vater Jacob ineinem prächtigen Zuge nach Canaan bringen.Es begleiteten die Leiche so viel Wagen undReiter, daß der Zug ein großes Lager aus-machte. In Hiobs Lande, in einem Thcilevon Arabien, waren feierliche Leichenbegäng-nisse auch schon gebräuchlich. Die gewöhnlichsteSitte bey einem Todesfall bestand in der Zer-reißung der Kleider. Man legte auch schonschwarze Traucrkleider an. In Aegypten oderArabien scheint die Gewohnheit geherrscht zuhaben, sich bey der Trauer über einen TodtenEinschnitte in die Haut zu machen, und sicheine Inschrift einzubrennen. Die Israelitendurften dicß aber nicht nachahmen. Die Lei-chen wurden in Höhlen beygeseht, oder sonstbeerdigt. Abraham kaufte, als seine Saragestorben war, eine besondere Hohle, nebsteinem Stücke Land, um ein Erbbegräbnis) fürseine Familie zu bekommen. Jacob ließ derNahel ein Grabmahl errichten.
So lebten die Menschen zu Mösts Zeiten.Wie weit hatten sie es indessen in den man-nig-