Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
113
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III

ein Hirteufürst, oder kleiner Königs in seinemHause hatte, ereignete sich gar oft der Fall,daß eins oder das andre auf den Herrngroßen Eindruck machte. Da war der Handelbald geschlossen. Je reicher also der Herran Leibeigenen war, desto mehr wuchs dieZahl seiner schönen Bevschläserinnen. DieseSitte war schon zu Abrahams Zeiten so ge-wöhnlich, daß Sara ihrem Gatten selbst einejunge Magd zuführte. Eben dieses thatcnLea und Rahel. Der ägyptische Pharao undder kananitischc Abimclech hatten schon ihreHarems, oder ihr Frauenzimmer-Gemach,wo ihre Weiber bcysammen lebten. Ebendiese Herrn hegten aber für die Weiber andrerso viel Achtung, daß sie, sobald sie ein Fraueit-zimmer verhe»rächet wußten, ihrer Neigungzu demselben Einhalt thaten. Sobald ein sol-cher kleiner Monarch mehrere Weiber zu seineinGebothe hatte, so entstand die ganz natürlicheFolge, daß die Wünsche derselben nicht immerbefriedigt werden konnten, und daß sse jedeGelegenheit, die sich ihnen hierzu darboth,bereitwillig ergriffen. Die Herren in Asienfanden es daher bald für rathsam, ihre Wei-ber von dem Umgange andrer Mannsperso-GallettiWeltg. n TH. H "en