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15. Genauere Dcstimmung der Dewcgimg des Mondes.
Die scheinbare Geschwindigkeit des Mondes und sein schein-barer Durchmesser sind kleineu Veränderungen unterworfen, diesich ziemlich befriedigend erklären lassen, wenn man annimmt,daß der Mond sich in einer Ellipse bewegt, in deren einemBrennpunkte die Erde sich befindet; und daß der Radius Vcctordes Mondes in gleichen Zeiten gleiche Flächen beschreibt. DieErcentricität dieser Ellipse ist —
Perigäum, Apogäum, Apsidenlinie.
Die Apsidenlinie hat eine vorwärts gehende Bewegung von45° 40' jährlich. Ihre stverische Umlaufszeit beträgt 8 julian.Jahre 310 Tage 13 St. 48' 29".
Der Mond kehrt uns immer nahe dieselbe Seite zu unddreht sich daher bei jedem Umlauf um eine auf der Ebene seinerBahn nahe perpendicular stehende Are. Diese Umdrehung istvollkommen gleichförmig, und die Are macht mit der Are derEkliptik einen Winkel von 1° 28'. Hierdurch wird die Libra-tiou oder das Schwanken des Mondes in Länge undBreite erklärt.
16. Von den Mondfinsternissen.
Die von der Sonne erleuchtete Erde wirft einen kegelför-migen Schatten hinter sich, der 108^- Ervdurchmesser lang ist.Tritt der nur 30 Durchmesser der Erde von ihr entfernte Mondin diesen Schatten, so erleidet er eine Finsterniß. In der Ge-gend, wo der Mond durch den Schatten geht, ist der Durchmesserdes Schattens 2z mal so groß, als der Durchmesser des Mon-des. -— Es folgt hieraus, daß eine Mondfinsterniß nur zur Zeitdes Vollmonds, und wenn dann der Mond nahe bei dem einenseiner Knoten steht, statt finden kann. Im Durchschnitte ereignetsich eine solche, wenn der Vollmond weniger als 10^- Gradevon dem einen der beiden Knoten entfernt ist.
Totale, Partiale Finsternisse. — Eine Mondfinsternis?beginnt am östlichen Rande des Mondes und hört auf am west-lichen. — Unsicherheit des Anfangs und Endes wegen des Halb-schattens. — Nöthliche Farbe des Mondes bei totalen Finsternissen.