Druckschrift 
Glaubensbekenntniß und Abschwörungs-Formular Friedrich August II. Königs von Polen und Kurfürsten von Sachsen bei seinem Uebertritt von der Lutherischen zur Römisch-Katholischen Kirche abgelegt am 2. Juli 1697 in Baden bei Wien gegen den Bischof zur Raab
Entstehung
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Der Urtext der angezogenen Handschrift war je-denfalls lateinisch, und daher manche Abweichungen inden Uebersetzungen; am Rande der Handschrift stehtmit Bleistift geschrieben: vom Hrn. Bruder I.G. Ch.z. W. (vermuthlich Jesuit G. Ch. zu Wien.)

Fassen wir den ganzen Inhalt des Bekenntnissesund namentlich die Artikel 2. 17. und 19. w. ins Au-ge, so würde es als ein Wunder erscheinen, daß nichtschon längst ein großer Theil denkender Katholiken sichvom Papstthum losgesagt bat, wenn das Glaubensbe-kenntniß allgemein bekannt gewesen wäre, und dochsteht zu vermuthen, daß noch jetzt bei dem Uebertrittezur Römisch-Katholischen Kirche dem Inhalte nachAchnliches von den betreffenden Personen verlangtwird.

Aus diesem Grunde glauben wir uns durch dieVeröffentlichung das Verdienst zu erwerben, daß dieWelt sehe, welchen Grundsätzen dieRömisch-KatholischeKirche huldigt, daß die Welt die jetzigen religiösen Be-wegungen immer mehr verstehe und würdige, und las-sen nun das Glaubensbekenntniß selbst folgen: