Druckschrift 
16 (1806)
Entstehung
Seite
272
Einzelbild herunterladen
 

2?2

stimmte ihn, an seinem Herrn zum Verratther zu'werden. Er theilte dem Gesandtennicht nur wöchentlich alle eingelaufene Depe<sehen mit, sondern er lieferte ihm auch auseinem Schranke, zu welchem der preussischeGesandte in Dresden den Nachschlüssel vcr-fertigen ließ, die Urschriften der Verbin-duugsverträge aus. Friedrich erfuhr unterandern, daß die Kaiserin Elisabeth, die zurAusrüstung eines Heeres von 80,000 Man»Anstalten machen ließ, aber, vermuth-lich aus Geldmangel, diese Anstalten nichtsehr eifrig betrieb, ihrer Flotte wegen,sich erst im folgenden Jahre thätig beweisenkönne. Dieß ermunterte ihn, dem Angriffeder Kaiserin Marie Thcrcsie zuvorzukommen.Die Oesircichcr zogen sich, bey Köutgingrätzund bey Prag, in zwey Lager zusammen.Sie legten Magazine an. Friedrich glaubtesich daher berechtigt, wegen der Ursachendieser Truppen-Versammlungen, und dieserKriegsanstalten, in Wien anzufragen. Manantwortete ihm ganz kalt; man leugnetealles ab. Friedrich glaubte nun nicht langerwarten zu dürfen.

Der