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6 (1802)
Entstehung
Seite
390
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verbreitete. Zwey ihrer edelsten Männer hat-ten sich (94z) Zu Constantinopel taufen lassen,und von Regensöurg und Passan aus wan-derte mancher Priester nach Ungern, um dieheydnischen Bewohner desselben zur Annahmedes Christenglaubens zu bereden. Aber auchin Ungern wurde, fo wie in manchem anderneuropaischen Staate, die christliche Religionhauptsächlich durch Damen in Gang gebracht.Der Fürst Geysa ließ sich (984) aus Liebe zuseiner Gemahlin, der schönen Belekncgini,taufen, und die bayrische Prinzessin Gisela,Kaiser Heinrichs II Schwester, wollte Geysa'sSohne, Stephan, ihre Hand nicht eher ge-ben, als bis ihr der Schwiegervater fcyerlichversprochen hatte, seine ganze Nation zumChristenthum«: zu bringen. Geysa ließ nunMönche, und andre Geistliche, aus den be-nachbarten Ländern herbcykommcn, und ermachte, von einem Bischöfe unterstützt, dieeifrigsten Anstalten, die christliche Religion inseinem Lande zu befestigen. Die Vollendungdieser Anstalten verhinderte aber (997) seinTod. Sein Nachfolger, Stephan I, setzte sie

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