serinnen, die vormnndschnftliche Negierüng,die sie ganz im Geiste ihres Gemahls fort-führte. Sie besetzte die Herzogtümer ganznach ihren Absichten; sie wollte auch ihrenEinfluß auf die päbstliche Würde behaupten;aber ihr Versuch fiel unglücklich aus, weil daSSystem der päbstlichcn Regierung indessen sichgar sehr geändert hatte.
Heinrich Hl hatte bey der Besetzung derbischöflichen Stellen so vielen Eigennutz be-wiesen, daß das Wohl der Kirche allerdingsdarunter litt. Man konnte also wohl dieNothwendigkeit fühlen, die Erueuunng derPrälaten nur von solchen Männern abhän-gen zu lassen, welche die zu solchen Stellenerforderlichen Eigenschaften richtig beurtheilenkönnten. Dieß ließ sich aber von Geistlichen,die steh in jenem Zeitalter ganz allein im Be-sitze wissenschaftlicher Kenntnisse befanden,eher als von weltlichen Herren erwarten, diesich gewöhnlich auf weiter nichts, als auf dieFührung der Waffen, und auf Leibesübungen,verstanden. Freylich konnte der Kaiser, dereinen Prälaten zu ernennen hatte, seine gelehr-ten