Druckschrift 
6 (1802)
Entstehung
Seite
308
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Zv8

fügte, ziemlich bald ein, »nd der gute Robertgelaugte bald wieder zu seinem vorigen Ainehn.

Kein europäischer Staat empfand denpäbstlichen Stolz aber öfterer und nachdrück-licher, als der deutsche, dessen Oberhaupt, dereitlen römischen Kaiserwürde wegen, mit demvermcynten Statthalter Christi in so engerVerbindung stand. Als mit Heinrich ll(10:4) der MannSstamm der sächsischen Be-herrscher Deutschlands ausgestorbcn war, soergriffen die Edlen der Franken diese Gele-genheit, die deutsche Krone wieder einem ausihrer Mitte zuzuwenden. Als sich nun (imIul.) alle geistlichen und weltlichen Fürsten,mit ihrem bewaffneten Gefolge, in einemLager zwischen Maynz und Worms versam-melt hatten, um über die neue Wahl desKönigs sich zu berathschlagen, so gab der Erz-bischof von Maynz dem fränkischen HerzogeKonrad seine Stimme, und die übrigen Bi-schöfe pflichteten ihm ohne Bedenken bey.Die weltlichen Herren hatten aber, aus großerEhrfurcht für die höhern Einsichten der Prä-laten, gar nichts dagegen einzuwenden. Auch

stamm-