IÜ
DaS Ansehn der Könige zu heben, dientebesonders auch die Geistlichkeit. Seitdem dieGeistlichen die Secretarien und Schreiber desKöniges vorstellten, giengcn die Geschaffte einenviel regelmästigern und überleglern Gang. Dieweltlichen Herren konnten selten lesen; am we-nigsten lateinisch, worin alle Urkunden damalsaufgesetzt wurden. Wie leicht floß also etwasin diese Urkunden, in welches man entweder garnicht, oder nur halb eingewilligt hatte. DieBischöfe erwarben sich wegen ihrer tiefern Ein-sichten, und der Ehrwürdigkelr ihres Standes,bald cin so vorzügliches Zutrauen, daß die Kö-nige auf die Rathschlage, die sie ihnen ertheil-ten, einen besondern Werth setzten. Sie wa-ren die Erzieher der Prinzen und anderer Gro-ßen der Nation. Ihr Einfluß wurde dadurchimmer stärker. Da sie frühzeitig zum Besitzeansehnlicher Güther gelangten, welche frommePersonen ihren Kirchen schenkten, so durften sie,so wenig als andere' Guthsbesitzcr, von derTheilnahme an den Nationalversammlungenausgeschlossen werden. Schon bald nach demUrsprünge der deutschen Staaten stellten daher
die