Ehrgefühls der Nation zuwider, oft sehr ge-waltsam. Chilpcrich 1 stellte einen fränkischenNero vor. Fand er es nicht der Mühe werth,Personen, die ihm mißfielen, am Leben zustrafen, so ließ er ihnen die Augen ausreisten.Dem Beyspiele der Könige folgten ihre Hos-beamten und trafen, folgten sogar die Häup-ter der Kirche, die Bischöfe und Ucbte, welcheeben so unbarmherzig, wie Könige und tra-fen, mordeten und folterten. Die fränkischenKönige ließen eben sowohl Hohe als Niedereohne Verhör einkerkern, foltern, verstümmeln,und hinrichten; auch scheuten sie sich nicht,sowohl ihren Lehnsleuten, als andern angese-henen Mannern der Nation, Söhne undTöchter zu rauben. Doch gab es auch beyden Franken Gesetze, welche ihre Könige zueinem so despotischen und grausamen Verhal-ten berechtigten. Endlich stemmten sich Prä-laten und Edle, hauptsächlich aber die Ma-jordome, dieser türkischen Negicrungsart dermcrvwingischcn Könige entgegen. Bey anderndeutschen Nationen durften sich die Königekeine für die persönliche Sicherheit so gefähr-liche
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