Druckschrift 
8 (1803)
Entstehung
Seite
431
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Auch in Deutschland bestand daS Fußvolkmeistens aus Söldnern, die ihren llutcrhaltdurch ausserordentliche Mittel sich verschaffenmußten. Wenigstens zahlten ihnen die Für-sicu ihren Sold sehr schlecht aus. Desto mehrgaben ihnen die deutschen Städte, die daherauch immer das beste Fußvolk hatten. AlsFufisöldncr diente mancher, dessen Vermögens-umstände es ihm nicht erlaubten, die Rüstungeines Reiters sich anzuschaffen. Seine Waf-fen bestanden aus einer Pike oder Lanze, undaus einem Seitengewehre. Zuweilen kamauch noch eine Pistole und ein Dolch hinzu.Solche Söldner vermiethctcn sich bald an die-sen, bald au jenen Herrn. Es waren gleich-sam wandernde stehende Truppen. Baldhatte man in den meisten europäischen LandernSchaarcn von solchen deutschen Fußsoldaten,die man von ihren Lanze», Lanzenknechte,auch wohl Landsknechte, nennte. Zu ihnengehörte im izten Jahrhundert die sogenanntegroße Garde von 4 bis 6ooo Mann, welcheder ungerische König Matthias (1464) inSold nahm, und die zwar anfangs aus lauterDeutschen, zuletzt aber aus alierlcp Nationen,zusammengesetzt war.

Ganz