4"
Philipps IV. Dieser verkaufte einzelnenBauern, oder ganzen Dörfern, das Eigensthumsrecht über sich und ihr Vermögen; erbestimmte ihre Abgaben, und überließ ihnendie ftcyc Wahl im Hcvrathen. Doch hau-sig gab man einem Sclavcn oder Leibeigenen?seine Freyhcit, weil man etwas Verdienstli-ches zu thun glaubte. Es erfolgte alsdcnnmanchmahl eine feierliche Freilassung in derKirche. Wegen der allgemeinen Ausbrei-tung des Christenthums hörte der Sclaven-Verkauf ohne dicß auf. Aich fehlte es inEuropa auch an Gelegenheit, neue Sclavcnoder Leibeigene zu kaufen.
Für den Bürgcrstand war das Zeitalterder Krcutzzüge besonders wichtig. Den Ein-fluß derselben fühlten vornehmlich die Städtein Italien. Am Ende der Krcutzzüge hat-ten alle beträchtlichen Städte dieses Landesihre Freiheit entweder erkauft, oder erzwun-gen. Der benachbarte Adel wurde durch dieWaffen der zahlreichen Bürgerschaften zurUnterwerfung genöthigt. Mancher angese-hene Edelmann fand es seinem Vorthcile an-gemessen, der Bürger einer großen und rei-chen